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Thailand: Militär, Wirtschaft und demokratische Wahlen 2007

(openPR) - Genau am 1. Jahrestag der Machtübernahme des königstreuen Militärs in Bangkok (19.09.) fand die Jahreskonferenz der inzwischen 44 Honorary Trade Advisors of Thailand mit dem Zusammentreffen zwischen Konsulen, Supreme Commander Boonsrang Niumpradit (Oberster Chef der Streitkräfte), Wirtschaftsminister, Director-General Department of Export Promotion und den versammelten Direktoren der Thai Trade Offices im Ausland ihren Höhepunkt.

Zweifel am Willen zur Rückkehr zur Demokratie wurden ebenso zurückgewiesen wie Überlegungen berichtigt, dem Militär in Zukunft eine nur untergeordnete Rolle einzuräumen. Thailands Militär wird auch nach den Wahlen am 23.12.2007 eine nachhaltige Kontroll- und Stabilitätsfunktion wahrnehmen. Die Rückkehr zur Politik des Populismus der abgelösten Regierung erscheint ausgeschlossen, zumal die demografischen Veränderungen in der Zukunft ganz andere Herausforderungen für das Land beinhalten.

2007 erfüllt Thailand seinen nationalen Kritikern zum Trotz alle Erwartungen, wenn auch das Planziel eines Wachstums von 4,5 % (Weltbank 2006) im Verhältnis zu den Vorjahren etwas moderater ausfällt. Besonderes Augenmerk wird Thailand auf die Neuverhandlung nachteiliger Freihandelsabkommen legen, was insbesondere den Agrarsektor betrifft. Neue Märkte in Asien, Afrika und Südamerika sollen unverzüglich nachhaltig erschlossen und die Netzwerke Thailands in Europa, in den USA und im APEC-Bereich gestärkt werden. Besondere Bedeutung erhält der Energiesektor. Beachtliche Strömungen im Land sprechen sie für die Entwicklung der Kernenergie aus, was langfristige Planungen im Ausbildungssektor einschließt. Ebenso beachtliche Strömungen, vor allem aus dem Lager der Demokratischen Partei, deren Machtbereich die Städte und weiter entwickelten Regionen sind, stellen dagegen auf eine nachhaltige Entwicklung regenerierbarer Energien ab, was vor allem der Landwirtschaft zugute kommen wird.

Thailands Widersprüche zwischen Land und Stadt, zwischen Zukunft und Moderne, Arm und Reich, Traditionalisten und neuen Reichen werden es der nächsten Regierung schwer machen. Egal, wer die Wahlen im Dezember gewinnt. Der Erfolgsdruck ist gewaltig und mit ihm die Chance einer weiteren Unsicherheit im politischen Bereich.

 
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