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Ruamjai Benefiz-Fest zugunsten des Wat Phra Baht Nam Phu
Am Samstag, dem 6. September 2003, fand in der "kleinen Beethovenhalle" in Bonn-Muffendorf das Thai-Deutsche Benefiz-Fest zugunsten des buddhistischen Tempels, Wat Phra Baht Nam Phu in Lopburi (Zentralthailand) statt.
Veranstalter war die gemeinnützige "Gesellschaft zur Förderung des Deutsch-Thailändischen Kulturaustausches", Ruamjai e.V. Moderiert wurde die Veranstaltung von Lek Lilly, einer deutschlandweit bekannten und engagierten thailändischen Künstlerin, die auch schon einige andere Benefiz-Veranstaltungen dieser Art durchgeführt hat.
Der Eintrittspreis betrug an der Abendkasse 18 Euro, für Jugendliche gab es Ermäßigungen. Ein Abschnitt der künstlerisch gestalteten Eintrittskarte diente zudem als Los für eine zusätzliche Tombola, bei der es u.a. eine Fotokamera und Gutscheine für ein Essen in einem Thai-Restaurant zu gewinnen gab.
Die "kleine Beethovenhalle" eignet sich hervorragend für ein Fest dieser Art. Das altehrwürdige Gebäude, die Halle ist über 100 Jahre alt, versprach schon wegen seiner besonderen Architektur und Akustik eine interessante Atmosphäre. Die zusätzliche schöne Dekoration der Festhalle durch die Ruamjai-Mitarbeiter rundete das positive Erscheinungsbild noch ab.
Man betrat die Festhalle durch ein kleines Foyer. Hier gab es u.a. neben thailändischen Süßigkeiten auch ein mobiles Asiengeschäft, sowie eine Informationstafel zum Wat Phra Baht Nam Phu, dem Anlass der Benefiz-Veranstaltung. Das Wat Phra Baht Nam Phu in Lopburi ist auch unter der Bezeichnung "Aidstempel" bekannt.
Einlass war ab 18 Uhr und der Beginn der Veranstaltung war für 19 Uhr vorgesehen. Einige Besucher hatten sich sogar bereits früher dort eingefunden, ist so ein "Thaifest" doch auch immer eine willkommene Gelegenheit Freunde und Bekannte zu treffen.
Die Veranstaltung war gut besucht und nach und nach füllten sich alle Plätze. Es waren ca. 200 Besucher dort, eine gelungene Mischung aus Farangs, wie in Thailand die westlichen Ausländer genannt werden, und Thais in den unterschiedlichsten Altersgruppen.
Sehr informativ und für die Besucher interessant war das Ruamjai-Hand-Out, welches auf allen Tischen bereit lag. Wurde hierin doch allen Besuchern noch einmal der Zweck der Veranstaltung schön aufbereitet dargestellt.
Im hinteren Teil der Festhalle wurde man von aromatischen Düften empfangen. Hier waren Stände mit unterschiedlichem Essenangebot aufgebaut. Die Auswahl war nicht nur auf ein paar Gerichte beschränkt, sondern sehr vielfältig. Für jeden Geschmack war etwas dabei. So hatte man beispielsweise die Auswahl zwischen verschiedenen Curry-Gerichten, Nudelgerichten, Gegrilltem oder verschiedenen Suppen.
Als Besonderheit wurde original Papaya Salat, Tintenfisch-Salat, Wurstsalat, und andere Spezialitäten angeboten. Hierüber waren insbesondere die thailändischen Besucher sehr erfreut und es gab wohl kaum eine(n) Thai, die/der nicht davon gekostet hat. Aber auch der ein oder andere Farang hat sich daran versucht. Für das leibliche Wohl war insgesamt ausreichend und gut gesorgt.
Natürlich bestand der Abend nicht nur aus essen und trinken. Es wurde auch ein buntes Unterhaltungsprogramm von hoher Qualität und hohem Unterhaltungswert geboten.
Die Unterhaltungspalette auf der Bühne reichte von Travestie-Kabarett über klassische Thaitänze bis hin zur Wahl einer Schönheitskönigin, Thai Boxen und klassischer thailändischer Schwertkampf. Fürs musikalische Feuerwerk sorgten abwechselnd 3 DJ´s bzw. die bekannte thailändischen Live Musik Band Suriya Project. Die übliche Tombola, mit attraktiven Preisen hat natürlich auch nicht gefehlt.
Vor der Bühne gab es eine große Tanzfläche und ob Mor Lam, moderne Thaimusik oder Brit-Pop, die Tanzfläche war immer gut besucht und die Stimmung war dort teils recht ausgelassen. Sanuk, Sanuk, Sanuk (Spaß, Spaß, Spaß) hieß die Parole.
Auf der Tanzfläche und auf der Bühne wurde von "Lek Lilly and Friends" in bewährter Manier ein tolles Programm präsentiert. Die "Damen" der Travestie-Kabarett-Show zeigten ihr ganzes Können und man hatte sich in Sachen Choreographie und Kostüme einiges einfallen lassen. Die Mitglieder der Show-Truppe sorgten durch ihre gekonnten Auftritte für beste Stimmung im Saal. Die Playback-Auftritte in wunderschönen Kostümen, zogen sich über die verschiedensten Bereiche hin. Von Mor Lam und Thai Popmusik bis hin zu englischer und deutscher Popmusik bzw. Musicalausschnitten. Die Darbietungen variierten entsprechend des Musikstückes bzw. des Themas. Von langsam und bedächtig, bis hin zum erotisch, lasziven Tanz bzw. einer auch lustig theatralischen Darbietung. Belebendes Element war sicherlich auch, dass das Publikum mit einbezogen wurde.
Ein echter Genuss war die neu gegründete Ruamjai-Tanzgruppe. Bei jedem Ihrer anmutigen Auftritte begeisterten sie das künstlerisch interessierte Publikum durch ihre filigrane Tanzkunst und waren schlichtweg eine Augenweide. Da es sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass die Tanzgruppe für wohltätige Zwecke zu buchen ist, ergaben sich auch prompt Anfragen für weitere Auftritte.
Im Gegensatz zur filigranen Tanzkunst, aber nicht minder begeisternd, stand der action-geladene Auftritt der Kampfsportler aus dem "Hanuman Camp" von Ralf Kussler. Eine Supershow der Extra-Klasse, bestehend aus einem Muay Thai und Krabi Krabong Vorführungen.
Zwischendurch wurden die Teilnehmerinnen zur Misswahl auf der Bühne vorgestellt und man konnte sich bereits Gedanken machen, welcher Dame man seine Stimme geben wollte. Es fanden sich 13 Damen ein, die am Wettbewerb teilnehmen wollten und die Bühne "erstrahlte im Glanze dieser geballten Schönheit". Alle Teilnehmerinnen erhielten eine Flasche Wein und einen schönen Blumenstrauß für die Teilnahme. Glückliche Gewinnerin des Wettbewerbs und der Goldkette wurde die 18jährige "Bo" aus Bad Neuenahr Ahrweiler, die nunmehr mit dem neuen Goldkettchen in noch schönerem Glanz strahlte.
Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung und ein guter Einstieg für Ruamjai e.V. als Festveranstalter. Der Grundtenor der Festbesucher war, dass es Ihnen gefallen hat (sanuk mak, mak) und man gerne wieder zu einer Ruamjai-Veranstaltung kommen wird. Gelegenheit dazu wird es schon bald wieder geben, denn der Verein Ruamjai e.V. plant eine Feier anlässlich des Geburtstages seiner Majestät König Bumiphols am 6. Dezember 2003.
Unter Verwendung eines Berichts von Rolf Schäfer, Gründer und Vorstand von Ruamjai e.V.
© Fotos: Gerd Wilms
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