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Was können die Deutschen und die Thailänder voneinander lernen?
Supavadee Monsathaporn
Deutschland und Thailand haben keinen grossen Unterschied in der Einwohnerzahl und Fläche. Mit 82 Mio. Bevölkerung in 357,022 km2 ist Deutschland eine der Weltwirtschaftsmetropolen. Mit seinem bekannten Unternehmertum und erfolgreichen Entwicklungen im Technologiebereich nimmt Deutschland in der Welt einen Spitzenplatz ein. Thailand mit etwa 60 Mio. Einwohner auf der wie eine Axt aussehenden Landkarte mit 514,000 km2 ist jedoch kein Industrieland wie Deutschland. Die Agrarwirtschaft ist hier dominierend. Die schönen Landschaften mit üppigen Ressourcen und moderate Lebenskosten dieses Landes sind für Touristen und ausländische Unternehmer attraktiv. Die beiden Länder kommen wirtschaftlich und touristisch usw. mit einander in Verbindung.
Vor sechs Jahren war ich zum ersten Mal in Deutschland. 'Was lachst Du?' Diese Frage wurde mir oft gestellt. Vielleicht dachten die Deutschen, dass ich ein ahnungsloser Mensch bin. Meiner Meinung nach als ein kleiner thailändischer Student kapieren sie nicht, dass ein Lächeln nicht besonders bedeuten muss. Das kann heissen ich möchte Ihnen Glück bringen oder sie wenigsten mit meinem Lächeln glücklich machen. Das Gesicht der meisten Deutschen hat mir am Anfang den Eindruck wie versteinert gemacht. Dieser unfreundliche Ruf war mir schon bekannt. Sie werden aber sanfter und schöner, wenn man Mühe gibt, immer wieder und wieder zu ihnen zu lächeln. Ich bekomme das meistens auch zurück (beim Nachmachen ohne Gewähr). Von meiner Sicht sind die Deutschen einerseits sehr direkt und äussern gern ihre Meinung. Andererseits ist es ein grosser Vorteil beim Zusammenarbeiten. Die Thailänder sagen im Gegenteil ziemlich wenig, was sie denken. Sie sind zwar zurückhaltend, aber das kann in diesem Sinne heissen, dass die Thailänder vorsichtig sind mit Menschen umzugehen. Kompromisse einzugehen ist bei ihnen stärker ausgeprägt als bei den Deutschen.
Worin sich die beiden Nationen ähneln, ist Hilfsbereitschaft (zum Glück habe ich immer nette Menschen getroffen). Die Art zu Helfen ist zwar ein bisschen anders: die Thais bieten Hilfe gern und zuerst mit ihrer freundlichen Weise an, während man den Deutschen genau erklären muss, was man braucht und zu ihnen selber kommt. Anschliessend führt es genau so zur tiefen Beeindruckung.
Vernunft und Disziplin sind noch eine Definition für die meisten Deutschen. Als Beispiel ist es in den deutschen Hochschulen nicht Pficht Vorlesungen zu besuchen. Studenten gehen freiwillig dahin. Sie fühlen sich so stark für sich selbst verantwortlich und können selber eine Entscheidung treffen, während den Thais weniger und später bewusst ist, was sie am liebsten tun.
Ausserdem sind Deutschen sehr informativ im Vergleich zu Thais. In der Allgemeinbildung wissen sie unglaublich viel. Es ist möglich, dass ich meistens nur mit gut gebildeten Deutschen zu tun habe. Falls Sie einmal in einer deutschen Bücherei treten, werden Sie wie ich eine Erklärung dafür finden.
Die Aktivitäten in Freizeit ist ein weiteres wichtiges Thema und haben unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Deutschen und Thailändern. Meine deutschen Freunde bieten vor allem z. B. Ausflüge, Wanderung und Radfahren mit einer langen Strecke öfter an. Sie besichtigen gern Orte, wo es beeindruckende Erlebnisse und viel zu wissen gibt. Die Thailänder denken stattdessen in erster Linie an gutes Essen, bevor sie etwas gemeinsam unternehmen wollen. Für Freunde des Kulinarischen sind sie die erste Person. Ich möchte die Thais warnen, seien Sie bitte nicht überrascht, wenn sie von einer deutschen Familie nach Hause oder zum Abendessen eingeladen sind oder bei einem Fest sind und es nur Brezel gibt. Die Deutschen legen nämlich keinen grossen Wert auf Essen. Viele essen nur, um zu überleben und die übrige Zeit verschwindet bei ihnen mit z. B. Hobby und Ausgehen. Dagegen füttern die Thais ihre Gäste immer und wissen gut Bescheid, in welchem Restaurant gute Gerichte serviert wird. Sie verbringen viel Zeit in der Küche.
Thailändisches Essen ist natürlich. Da gibt es Fisch und Meeresfrüchte, verschiedene Gemüse, nicht nur Kohl und Salat, und exotisches Obst. Wenn Lebensmittel und Agraprodukte die Hauptindustrie der Welt wären, würden Thailand zu einem der mächtigen Wirtschaftsführern gezählt werden. Übrigens isst man in Thailand in jeder Mahlzeit warm. Dazu gibt es fast immer Reis mit unterschiedlichem Belag. Die deutschen Mahlzeiten sind ausser Mittagessen meist kalt. Brot und Teigwaren spielen im deutschen Alltag eine wichtige Rolle wie Reis bei Thailändern. Als Getränk sind Bier und Kaffee das üblichste in Deutschland. Am besten für die Thais ist normalesWasser mit Eiswürfeln. Es kann daran liegen, dass die Europäer in der Vergangenheit, wo die Naturwissenschaft noch nicht geblüht hat, alkoholhaltrige Flüssigkeit zur Desinfektion zu sich nahmen. So sind Wein und Bier entwickelt worden. Dafür brachten die Asiaten damals zuerst das Wasser zum Kochen und haben dann Teeblätter oder getrocknete Früchten beim Trinken zugegeben.
Nicht nur diese beide Länder sondern überall haben viele unterschiedlich gute Seiten. Ich denke, man sollte von einander lernen und versuchen gegenseitig zu verstehen, nicht nur blamieren. Dann die guten Eigenschaften zu sich nehmen, sich anpassen, und nicht zu stark an sich glauben. Glück und Wohlsein kommen schliesslich selber zu uns.
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