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Vertreter des Innenministeriums und Aussernministeriums treffen mit in
Deutschland lebenden Thais zusammen
Die letzten Wahlen in Thailand wurden historisch genannt, denn zum ersten Mal fand die neue Verfassung und das neue Wahlsystem Anwendung und die thailändische Bevölkerung hatte sehr viel mehr Gelegenheit zur Teilnahme am politischen Pozess als vorher. Thais, die im Ausland leben, hatten erstmalig die Gelegenheit, zu wählen, so wie Thais in Thailand. Diese neue Situation stärkte in Thailand die Hoffnung auf neue Wege der thailändischen Politik.
Aber in Deutschland machten lediglich enttäuschende zwei Prozent der Thais (ungefähr 600) tatsächlich von ihrem neuen Recht Gebrauch, eine kleine Anzahl, verglichen mit den 36.200 Thais, die gemäss der offiziellen Statistik jetzt in Deutschland wohnen. Die thailändische Botschaft hatte die hier lebenden Thais direkt mit persönlichen Briefen über ihr neues Wahlrecht informiert, schon lang vor dem eingentlichen Wahltermin.
Aber diese Information war offensichtlich nicht sehr erfolgreich. Die Kosten diese Informationskampagne waren ungefähr 97.740 Mark (oder 1.954 Millionen Baht). Als Reaktion auf diesen Fehlschlag gab es in Thailand einige Stimmen, die diese für thailändische Verhältnisse kostspielige Aktion kritisierten und ein Aussetzen des Wahlrecht im Ausland forderten. Thailändische- und deutsch-thailändische Organisationen und Vereine, insbesondere der Thailändische Studentenverein in Deutschland starteten daraufhin eine Kampagne für das Recht im Ausland zu wählen und schlugen vor, die Briefwahl einzuführen. Sie wiesen darauf hin, das einer der Gründe für die geringe Teilnahme darin bestand, dass die Menschen weiter Anfahrtswege zu den Wahllokalen der Botschaft und der Konsulate unternehmen mussten. Als Reaktionen auf diese Forderungen wurde in der zweiten Runde der Wahlen die Briefwahl zum ersten Mal möglich gemacht.
Am 16. Juni 2001 trafen sich Vertreter des Innenministeriums und des Aussernministeriums mit Thais, die hier in Deutschland leben, um diese Problematik zu diskutieren. Die Mitglieder der Delegation waren Herr Yuwarat Kamolwetch, Vertreter des Wahlkommitees, Herr Wikrom Kumpairot, Sekretär im Aussernministerium, Herr Wichit Yusupap, Sekretär des Wahlkommitees, Herr Pensak Chalarak, Direktor der Konsularabteilung und Apai Chantanachulaka Direktor der Verwahltungsabteilung. Das Meeting fand im Gutleut Veranstaltungscenter in Frankfurts City statt. Bei diese Gelegenheit bot auch die Königlich-Thailändischen Botschaft (Außenstelle Bonn) einen Konsulardienst an und verteilte ihr Informationsmaterial. Ungefähr 200 Menschen waren der Einladung gefolgt, ein recht gutes Ergebnis, verglichen mit ähnlichen vorangegangenen Veranstaltungen. Und dies, obwohl das Meeting sehr kurzfristig angekündigt worden war.
Herr Kamonwetch, Vertreter des Wahlkommitees in Thailand betonte die Wichtigkeit der Wahlregistrierung für Thais im Ausland. Abgesehen davon, dass man damit der Wahlpflicht, die in der Verfassung vorgesehen, ist Folge leistet, machte es die Registrierung für das Wahlkommitee auch einfacher, die Thais im Ausland zu erreichen.
Bezogen auf die neue politische Situation in Thailand sagte er "In Thailand können wir eindeutig neue und positive Entwirklungen erkennen. Erstens haben wir eine neue Verfassung und neue Wahlgesetze. Erst vor kurzem hat das Magazin Asia Week festgestellt, dass Thailand die im letzten Jahrhundert erfolgreichste asiatische Nation ist. Denn wir haben gezeigt, dass die "People-Power", die Macht des Volkes tatsächlich imstande ist, schlechte Politiker aus dem Spiel der Macht hinauszuwerfen. Und heute wissen Thais sehr viel besser, von ihrer Stimme Gebrauch zu machen und sie wissen, wen sie wirklich wählen möchten".
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